Praxisbeispiele

Inhalt

Vereinbaren und begleiten

Frau Arnold bleibt Vertrauensperson für Lea. Sie klärt mit einer Fachperson ab, ob therapeutische Unterstützung für Lea das Richtige wäre. Sie vereinbart in der Folge ein zweites Gespräch mit Lea unter Einbezug ihrer Eltern, des Klassenlehrers und der Schulleitung.

Frau Arnold prüft mit dem Klassenlehrer und der Turnlehrerin zusammen, was gemäss F&F die nächsten Schritte sind und wer welche Verantwortung hat und übernimmt. Da Frau Arnold Lea ins Vertrauen gezogen hat, wird sie mit der Verantwortung für die Begleitung beauftragt.

Diese Aufgabe übernimmt sie gerne. Sie bereitet sich auf das zweite Gespräch vor. Sie weiss, dass Essstörungen und Magersucht äusserliche sichtbare Merkmale von tieferliegenden Problemen sind, die oft mit den Beziehungen in der Familie zusammenhängen. Sie will gerne Lea begleiten im Sinne ihrer pädagogischen Verantwortung und der Verantwortung der Schule. Sie denkt aber, dass es Sinn macht, dass Lea für sich therapeutische Unterstützung in Anspruch nimmt.

Sie will sicher gehen und kontaktiert vorsorglich schon einmal eine Fachstelle, um zu erfahren, wann der Zeitpunkt gegeben sei, ein Mädchen mit Essstörungen, womöglich Magersucht an sie zu verweisen. Sie schildert ihre Beobachtungen, den Verlauf des Erstgesprächs und erhält zur Auskunft, es sei richtig das betroffene Mädchen an sie zu verweisen. Fachpersonen könnten weitere Abklärungen treffen und die nötige individuelle Unterstützung in die Wege leiten.

Frau Arnold führt das zweite Gespräch, zu dem sie nach Rücksprache mit Lea, dem Klassenlehrer und der Schulleitung auch Leas Eltern einbezieht. Der Klassenlehrer lädt die Eltern zum Gespräch ein (Weiter).

Patronat
Autor/-in
Silvio Sgier

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